Numismatik

Sesterzenhortfund in Orselina (TI) im Jahr 2014

Münzen gehören zu den aussagekräftigsten archäologischen Funden. Sie vermitteln weit mehr als typologische oder chronologische Aspekte. Die Numismatik untersucht ihr Material als Zeugnis der Hersteller und Herausgeber. In dieser Hinsicht ist die Münze nicht nur Zeugnis ökonomisch-funktionaler Strukturen, sondern auch Bild- und Schriftträger und somit Ausdruck offizieller Ideologie und Botschaften.

Die archäologische Numismatik interessiert sich darüber hinaus auch für den Gebrauch der Münze, für die Perspektive der Benutzenden. In dieser Hinsicht erweist sich die Münze nicht nur als Zahlungsmittel und Wertgegenstand, sondern kann durchaus auch Votiv- oder Grabbeigabe, Spielstein, Objekt der Begierde oder der Ablehnung sein. Generell sind Fundmünzen vielschichtige archäologische Objekte, deren Interpretation im Rahmen ihrer Kontextbezüge ein weites Feld von Informationen öffnen kann.

An der Abteilung für die Archäologie des Mittelmeerraumes und an der Abteilung Archäologie der Römischen Provinzen des Institutes für Archäologische Wissenschaften sind folgende Personen in Lehre und Forschung der archäologischen Numismatik eingebunden:

Der Münzschatz von Ueken

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Über 4000 römische Silbermünzen, gefunden im Fricktal. Zur Zeit der Römer waren diese Münzen ein kleines Vermögen wert. Heute freuen sich vor allem die Archäologen über den aussergewöhnlichen Fund.

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