Institut für Archäologische Wissenschaften

Vorderasiatische Archäologie

Siedlungskammer Kilikien

Das Ebene Kilikien, eine Landschaft in der heutigen Türkei, liegt an der Schnittstelle zwischen dem anatolischen Hochland, der Levante und Syrien. Während der Spätbronzezeit (Ende des 2. Jahrtausends v. Chr.) bildete Kilikien den Kern des Königreichs und der späteren hethitischen Provinz Kizzuwatna und in der Eisenzeit des Kleinfürstentums und der späteren assyrischen Provinz Que.

Im Zentrum des Forschungsprojektes „Siedlungskammer Kilikien“ steht die Rekonstruktion der antiken Umwelt und Landschaft. Die Methoden, die hierfür wichtige Daten liefern, sind neben den traditionellen archäologischen Feldforschungen wie Ausgrabungen und Geländebegehungen (»Surveys«) zunehmend nicht-invasive Verfahren wie geophysikalische Prospektionen und Fernerkundungen. Zu letzteren zählen, neben Luftbildauswertungen, auch die Analyse von Satellitenbildern, die in immer grösserer Anzahl und immer höherer Auflösung zur Verfügung stehen. Als weitere Quelle stehen schriftliche Überlieferungen aus der Antike zur Verfügung, die direkte oder indirekte Hinweise auf Siedlungshierarchien und politisch-ökonomische Zusammenhänge liefern.

Durch die Zusammenführung aller vorliegenden Informationen aus Ausgrabungen, Surveys und Textarchiven sowie die Auswertung von Fernerkundungsdaten wird die Rekonstruktion der historischen Geografie und der antiken Siedlungssysteme der Region angegangen.

S. Rutishauser

Projektleitung

Prof. Dr. Mirko Novák

Projektmitarbeiterin

lic. phil. Susanne Rutishauser

Förderung

Das Projekt wird vom SNF gefördert.